Iris Muhm
FENA Wanderreitführerin
FENA Pferdesanitäterin
3-fache Vize-Europameisterin der Foxtrotter 1996
Österreichische Meisterin im Orientierungsreiten 2001
Vize Weltmeisterin im Orientierungsreiten 2002
Landesmeister im Orientierungsreiten 2009
Staatsmeister im Orientierungsreiten 2009
Biographie
Iris Muhm erblickte am 3. Mai 1973 in Linz/OÖ das Licht der Welt. Die Kindheit war erfüllt mit Entdeckungsreisen der näheren Umgebung mit ihren Freunden und helfen beim Hausbau in Lichtenberg. Nachdem ihr Interesse für den Kampfsport „Judo“ nach 3 erfolgreichen Saisonen als Bezirksmeisterin mit 13 Jahren abklang, stürzte sie sich voll Energie in ihre neue Leidenschaft, die Pferde.
Ab 1986 durfte sie sich um das Shetlandpony „Charly“ des nahen Reiterhofes kümmern. Charly lehrte Iris, wo es beim Pferd langging, war der 110cm kleine Wallach doch ein ausgekochtes Schlitzohr mit allen Untugenden, die man einem Pony nachsagt, wie Beißen, Schlagen und Durchgehen,...
Um sich die Reiterei leisten zu können, half Iris im Reitstall und hatte das Shetty dafür zur freien Verfügung, (da er sowieso zu nichts zu gebrauchen war.)
Die ersten reiterlichen Erfolge stellten sich 1989 ein, als das Team einige Geschicklichkeits-bewerbe erfolgreich bestritt. 1991 wurden Charly und Iris Cup-Sieger des Vereins „Vereinigung der Freizeitreiter Österreichs“ in der Allgemeinen Klasse, also auch gegen Großpferde. Mit 18 Jahren leitete Iris ihren ersten Wanderritt mit Freunden, immer noch mit Charly beritten.
Da Iris ja schon längst aus dem Shetty rausgewachsen war, kaufte sie 1992 die unausgebildete Tinker-Stute „Terra Kiu Blue“ und legte im Herbst die Western Riding Cerificate Prüfung mit ihr ab. Terra erwies sich als äußerst talentiertes Trail- und Showpferd.
Im Juni 1994 maturierte Iris an der HBLA für Kunstgewerbe in Linz und gönnte sich als Maturareise einen 6-wöchigen Aufenthalt in Mexiko, wo sie auf einer kleinen Ranch untergebracht war. Nach ihrer Rückkunft hatte sie ihren ersten großen Show-Auftritt mit Terra und Charly bei der Landwirtschaftsmesse in Wels.
1995 meldete Iris das Gewerbe für ihren Reitbetrieb an und kaufte 5 Betriebspferde.
1996 erweiterte Iris das Gewerbe um den Handelsschein für Waren aller Art und übersiedelte mit dem Betrieb von Lichtenberg nach Bad Leonfelden.
Bei der Pferd Wels ´96 gewann sie mit Terra und der Freiheitsdressur „Cowboy und Clown“ den 2. Platz beim Showwett-bewerb und wurde in Deutschland mit den Pferden des Pferdehofs Ollmann bei der ersten Europameisterschaft der Foxtrotter 3-fache Vize-Europameisterin, unter anderem in Trail und Horsemanship.
1999 startete sie erstmals in einem Orientierungsreitbewerb und gewann diesen überragend. Nach erfolgreicher Qualifikation für die Weltmeisterschaft im TREC in St. Pölten und Königswiesen durfte sie zur WM in die Schweiz fahren, mit ihrem westerngerittenen Isländer-Araber-Wallach „Skipper ROH“. Dies war schon eine kleine Besonderheit, war sie doch Österreichs erste Westernreiterin, die international im TREC startete. Weiters war sie die jüngste im 6-köpfigen Team unter lauer Männern. Mit dem 18. Platz unter den rund 60 besten Orientierungsreitern der Welt konnte sie sehr zufrieden sein.
Auch 2000 in Österreich konnten sich Iris und Skipper für die WM im Lungau in Österreich qualifizieren.
2001 wurde Iris mit ihrem neuen Pferd „Attica ROH“ Oberösterreichische und Österreichische Meisterin im Orientierungsreiten und ging bei der WM im Belgien nur mit 10 Punkten an der Bronze-Medaille mit dem Österreichischen Team vorbei.
2002 ebenfalls für die WM in Spanien qualifiziert, konnten sie neben dem herrlichen Klima und Galoppaden über den Sandstrand in Andalusien endlich die ersehnte WM-Medaille mit nach Hause nehmen, Silber für die Mannschaft!
Leider starb ihr Erfolgspferd „Attica ROH“ durch eine Unfall mit Beinbruch 10 Tage danach, wodurch für 2003 eine Turnierpause angesagt ist.
2004 konnte Iris mit ihrem neuen Pferd Joyful Furina ROH bei den Österreichischen Meisterschaften im Orientierungsreiten in der PTV den sensationellen 1. Platz erringen (155 P von 160 P) und sicherte sich somit auch einen Startplatz bei den Weltmeisterschaften im Orientierungsreiten 04 in Zweibrücken/D. Leider war das Glück bei diesem Bewerb nicht auf ihrer Seite und es wurde kein gelungenes Turnier.
2005 schnupperten die beiden das erste Mal in die Vielseitigkeit. Bei eher mäßigen Leistungen in der Dressur, einer herausragenden Geländeprüfung und abschließend etwas unrhythmisch gerittenem Springparcours wurden die beiden 2. Nach der Übersiedelung des Betriebes zum „Aktivstall & Biohof Breuer“ war wieder mehr Zeit für das eigene Training, was sich schon im Herbst sehr positiv auswirkte.
2008 qualifizierten sich Iris und Joy ein weiteres Mal für die Weltmeisterschaft im TREC. Diesmal in Frankreich, dem Entstehungsland des Orientierungsreitsports, konnte Iris mit der besten Wertung der Österreicher im Orientieren punkten.
2009 erritt sich Iris mit Joy die R1 über Vielseitigkeitsbewerbe. Für Zuseher ist die Ransanz und Sicherheit der Beiden am Geländesprung immer wieder beeindruckend. In diesem Jahr schaffte es Iris außerdem, zum 2. Mal nicht nur Landesmeister, sondern auch Staatsmeister im Orientierungsreiten zu werden. Damit konnte sie ein weiteres Mal beweisen, dass sie die erfolgreichste Amazone des TREC-Sports in Österreich ist.
2010 war das Jahreshighlight der 15 Tage Jubiläumsritt nach Ungarn mit 620 km zum 15-jährigen Bestehen des Reitbetriebes „Relax on Horsebacks“. Turniermäßig lief es in diesem Jahr nicht so gut. Schwer getroffen hat Iris die schwere Stacheldrahtverletzung ihres Pferdes Joy während der ersten Kilometer der P.O.R. im Rahmen der TREC Europameisterschaft in der Steiermark, weil die Strecke unsauber gezeichnet war. Es ist schon sehr ernüchternd, wenn man wegen seiner Genauigkeit in dem einen Jahr Staatsmeister wird, und genau deshalb im folgenden Jahr ein schwer verletztes Pferd mit nach Hause bringt und bei den Bewerb, bei dem man sich so einiges vorgenommen hat, wegen Fremdverschulden aufgeben muss. Trotz intensiver Behandlung ist am linken Sprunggelenk von Joy ein Restschaden zurückgeblieben und ob das Pferd jemals wieder Turniere gehen kann ist fraglich.
Dieser Zwischenfall hat Iris zur endgültigen Aufgabe des TREC-Sportes gebracht.
Nach einem sehr ruhigen Jahr 2011 konnte sich Joy durch gutes Aufbautraining von ihrer schweren Verletzung erholen und so hat Iris sich für die Zukunft eine neue Herausforderung ausgesucht: Working Equitation! Im Jänner 2012 erarbeiteten sich die Beiden im Rahmen eines Kurses die Grundbegriffe mit Schwerpunkt „Trail“.